Über das Rechtsprechen im Zustand des Zweifels und während dem Praktizieren des Taqiyyah.

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Über das Rechtsprechen im Zustand des Zweifels und während dem Praktizieren des Taqiyyah.

2013 / 09 / 07

Scheich Yasser al-Habib lieferte am Samstag den 31. August 2013 eine kurze Rede an seine Audienz in der Mohsen Moschee in Fulmer nahe bei London über die islamische Rechtsprechung und Instruktion durch Mujtahide wenn sie im Zustand des Zweifels sind oder Taqiyyah praktizieren. Sein Hauptargument war sollte sich ein Mujtahid in einer dieser oben genannten Zustände befinden, dann ist es besser wenn er still verhält und keine Glaubensinstruktionen gibt da er sonst fehlerhafte Veränderungen am Glauben und seinen Inhalten einführen und erschaffen könnte.

Es gab Zeiten in der islamischen Geschichte in denen Schiiten sofort mit dem Tod bedroht wurden als die Kalife und ihre lokalen Behörden deren wahren Glauben herausfanden. Die Imame warnten ihre Anhänger nicht zuzugeben, daß sie Schiiten waren und sogar sich in der Öffentlichkeit als Bakris auszugeben, aber niemals falsche Anweisungen in Glaubensfragen weiterzugeben oder auszudrücken da das Stillbleiben in diesem Fall besser wäre.

In der heutigen Welt der Meinungsfreiheit ist es jedoch nicht erlaubt, islamische Rechtsprechung und Anweisungen in Glaubensfragen und Handlungen zu äußern um die Gegner der Schiiten irrezuleiten oder zu besänftigen. Scheich al-Habib argumentierte, ein führender Mujtahid muß heutzutage tapfer und bereit sein Glaubensinhalte zu verteidigen und sie nicht zu verändern um die Sympathie seiner Opponenten zu erlangen.

Scheich al-Habib erinnerte daran warum es Imam Ali (Friede sei mit ihm) erlaubt war Glaubensanweisungen und Rechtsprechungen zu machen welche die Feinde der Schiiten irreführen sollten und um seine Schiiten zu beschützen. Ihre Lage war fernab von der der Schiiten in dieser Zeit weil die gleichen Gefahren heute nicht mehr vorhanden sind und die Herrscher islamischer Länder heute nicht systematisch alle Schiiten umbringen.

Es gibt Regeln wie Taqiyyah praktiziert werden soll, und dies soll nur auf persönliche Handlungen reduziert sein, da sonst die Gefahr bestehe, daß diese Anweisungen sonst zur Norm werden und die eigentlichen Handlungsvorgänge wie zum Beispiel beim Beten ersetzen. Stellen wir uns vor ein bedrohter Mujtahid gibt eine falsche Anweisung aus Furcht um sein Leben und kann sie dann zu einem späteren Zeitpunkt wegen seiner Inhaftierung oder Ermordung nicht mehr zurücknehmen. Das würde dazu führen, daß alle die jenigen die seinen Anweisungen folgen inkorrekte Handlungen und Denkweisen in ihrem islamischen Leben einführen, was dann die Religion völlig von ihrem ursprünglichen Zustand weg verändern würde.

Scheich al-Habib wiederholte daher was die Imame schon über das religiöse Rechtsprechen sagten, und daß es besser ist in solchen Fällen still zu bleiben um die Authentizität der Religion zu gewähren. Jeder der bestebt ein Mujtahid zu sein sollte mutig sein und nicht aus Furcht falsche Anweisungen geben, auch wenn die Quellen der Religion etwas anderes sagen als was der Kontrahent hören will. Er ist nicht alleine in dieser Ansicht, da sogar Mujtahide wie Ayatollah Boujinourdi das islamische Rechtsprechen im Falle der Lebensgefahr verbieten, ja sogar um die Religion zu schützen sollte das Stillbleiben nicht erlaubt sein.

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