Scheich Yasser al-Habib spricht über die Mindestmenge an Mut, die ein führender Gelehrter der Ummah haben muß und warum.

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Scheich Yasser al-Habib spricht über die Mindestmenge an Mut, die ein führender Gelehrter der Ummah haben muß und warum.

2013 / 09 / 27

Scheich Yasser al-Habib began den zweiten Vortrag in einer Serie über den Mut von Marjas und Mujtahide indem er die Zuhörer seiner wöchentlichen Samstagsversammlung daran errinerte wie die Imame von und immer verlangten mutig zu sein. Wie konnte es daher sein, daß es Mujtahide gab die es sich erlaubten feig zu sein?

Die Feigheit eines Mujtahids wirkt sich nicht nur auf seine Rechtsprechungen aus, sondern auch auf alle Stufen der Ummah. Es ist klar daß nicht jeder wegen seiner Lebensgeschichte den gleichen Ausmaß an Mut beweisen kann, aber ein führender Mujtahid kann es sich nicht leisten feig zu sein da dies sich auf seine Führungsqualitäten auswirken wird. Als der prophet gefragt wurde welche drei Eigenschaften ein Muslim nicht haben sollte, antwortete er soll nie lügen, nicht geizig sein und auch kein Feigling. Der Scheikh stellte klar daß sowohl Feigheit und Geiz nur die Gläubigkeit eines Muslims reduzieren, während durch Lüge ein Muslim aufhört einer zu sein bis er dies bereut. Ein Muslim kann zum Beispiel seinen Mut in einer Schlacht wiederfinden, was seinen Glauben stärken wird. Jedoch wie konnten jene wie Omar zum Beispiel, die oft feig waren und später wie in bakrischen Büchern berichtet oft Sünden begangen haben eine hohe Glaubenstufe erlangen, geschweige dem überhaupt Anführer der Muslime werden?

Scheich al-Habib erklärte, daß wenn ein Muslim sündigt, er ein Opfer Satans wurde der sich eher nur auf die Gläubigen konzentriert, da seine Arbeit mit den Ungläubigen erledigt ist. Die Reue löscht all diese Sünden, und sollte etwas zwischen Allah und dem Muslim sein. Sollte aber ein Gelehrter öffentlich eine Sünde begangen haben indem er eine falsche Rechtsprechung aussprach, dann sollte er sich auch öffentlich entschuldigen. Als ein bekannter Gelehrter öffentlich Abu Bakr lobte obwohl die Bücher seiner Religion diese Person verfluchen, führte er Tausende Menschen in einen Irrglauben, was er später hätte wiedergutmachen sollen. Es ist klar, daß ein Gelehrter Mut verlieren kann, wenn dies aber öfters geschieht, dann sollte er aber nicht als Anführer betrachtet werden da ihm eine wichtige Qualifikation fehlt, nähmlich Mut!

Die Wichtigkeit des oben erwähnten beruht darauf wie man jemanden finden kann, der die Ummah führt. Der Scheich präsentierte das Beispiel eines Gelehrten der gefragt wurde ob es erlaubt sei in einer bestimmten politischen Partei mitzuwirken, was dieser Gelehrte verneinte da sie seiner Ansicht nach unislamisch war. Nachdem seine Fatwa publik gemacht wurde, mußte er sie auf Staatsdruck wieder zurücknehmen. Wie konnte er sie dann zurücknehmen wenn seine Rechtsprechung auf islamischen Prinzipien beruhte? Entsprach sie der Wahrheit oder nicht? Was war seine Erklärung dafür? Da die Ummah Führung braucht, muß diese mutig sein. Wenn er sich nicht dabei wohl gefühlt haben sollte auf die Frage zu antworten, dann hätte er am besten in dieser Angelegenheit still bleiben sollen und die Sache anderen mutigeren Gelehrten überlassen sollen, um die Meschen nicht zu verwirren.

Scheich Yasser al-Habib errinerte daran, daß die Menschen führung nur von einem mutigen Gelehrten erhalten könnten der sich traut die Wahrheit zu sagen, denn ein feiger Gelehrte würde nur Falsches in die Religion importieren. Dies ist heute leider oft der Fall wenn Gelehrte die behaupten Schiiten zu sein nicht die Wahrheit über ihre Religion aussprechen, da sie zwecks anderer Motive eine „Einheit“ mit bakrischen Institutionen und Vertetern schaffen wollen um irdische Ziele auf Kosten ihrer eigenen Religion zu erreichen. Ihr Mangel an Mut veranlaßt sie den Glauben zu korrumpieren und schadet den Schiiten eigentlich, wofür diese Gelehrte eines Tages zur Rechenschaft gezogen werden.

Der Scheich präsentierte dann eine weiteres Beispiel warum ein Gelehrter mutig sein muß um den Glauben zu verteidigen. Ein Mujtahid wurde auf seiner Webseite über den Glauben der Ibaditen gefragt, worauf er antwortete ihre Version des Islams sei ungültig. Nur eine einzige Beschwerde genügte um diesen Kommentar von der Webseite verschwinden zu lassen. Dieser Mangel an Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit ist eine Gefahr, denn wäre es genauso korrekt die Verse des Qurans welche die Christen und Juden ermahnen, sowie die Hadithe welche Abu Bakr, Omar, Othman, Aischa und Hafsa verurteilen zu löschen nur weil man sich nicht traut, offen über seinen Glauben zu reden um politische Ziele zu erreichen? Anstatt Elemente seines Glaubens zu verbergen, bestand Scheich Yasser darauf andere über heikle Angelegenheiten aufmerksam zu machen und offen zu lehren und zur aufrichtigen Forschung und Geschichtsaufarbeitung einzuladen. Das Jenseits der Menschen darf nicht wegen politischer Interessen geopfert werden.

Abschließend fragte Scheich Yasser al-Habib wie wir Schiiten ernst genommen werden wollen, wenn wir ständig unsere Glaubensinhalte ändern sobald wir auf Gegner stoßen. Daher ist der Mut seinen Glauben und seine Inhalte zu verteidigen die wichtigste Eigenschaft eines führenden Gelehrten, denn wenn er seine Glauben ändert um anderen zu gefallen, diese noch mehr Druck auf ihm machen werden, bis nichts mehr von seinem urprünglichen Glauben übrig bleiben wird.

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