Was ist die Bedeutung des Verses „Jenes Volk ist nun dahingefahren; ihnen ward nach ihrem Verdienst, und euch wird nach eurem Verdienst, und ihr sollt nicht befragt werden nach ihren Taten.“

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Salaamu Alaykum

Ich wollte nach er Bedeutung des Vers 134 aus der Surah Baqarah fragen: „Jenes Volk ist nun dahingefahren; ihnen ward nach ihrem Verdienst, und euch wird nach eurem Verdienst, und ihr sollt nicht befragt werden nach ihren Taten.“

Danke

Yusuf


Im Namen Allahs, des Gnädigen, den Barmherzigen.

Asalamu alaykum

Dieser Vers verbietet nicht die Aufarbeitung der Geschichte. Allah sagte „und ihr sollt nicht befragt werden“ und nicht „fragt nicht“, sondern eher daß wir nicht für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden.

Ganz im Gegenteil verlangt Allah von uns die Geschichte anderer Völker und was der Lohn für ihre Taten und Handlungen war zu erforschen . Einige davon sind:

Es sind vor euch schon viele Verordnungen ergangen; also durchwandert die Erde und schaut, wie das Ende derer war, die (sie) verwarfen! Sure 3. Vers 137

Und in jedem Volke erweckten Wir einen Gesandten (der da predigte): «Dienet Allah und meidet den Bösen.» Dann waren unter ihnen einige, die Allah leitete, und es waren unter ihnen einige, die sich Verderben zuzogen. So reiset umher auf der Erde und seht, wie das Ende der Leugner war! Sure 16, Vers 36.

Wie so manche Stadt haben Wir zerstört, weil sie voll des Frevels war, daß ihre Dächer mit ihr eingestürzt sind, und manch verlassenen Brunnen und manch hochragendes Schloß! Sure 22, Vers 45.

Manche werden natürlich fragen warum wir uns mit Personen wie Qabeel, Namroud, Fir'awn, Aba-Lahab und Musaylamah beschäftigen sollen da ihre Handlungen so lange zurückliegen. Der Zweck liegt darin zu verstehen wie manche diese Personen benützen um das Falsche mit der Wahrheit zu vermischen um ihre eigenen Meinungen zu vertreten und wie wir diese widerlegen können.

Sollte jemand heute versuchen die Fehler der anderen im Namen der „Einheit“ zu akzeptieren und mit dem eigenen Glauben sogar Kompromisse machen und ihn zu vermischen, so müßen wir nachdem wir die Geschichte erforscht haben gegen solche Veränderungen protestieren. Nur weil die vorislamischen Priester alle Religionen bei sich zusammengeführt haben sollen um eine Einheit zu erzielen sind sie deswegen nicht lobenswert noch waren sie im Recht.

Es ist daher eher Pflich gegen Unwahrheiten zu protestieren genauso wie es in der Sure 62, Vers 5 getan wird: „Das Gleichnis derer, denen die Thora auferlegt wurde, und die ihr dann nicht nachlebten, ist wie das Gleichnis eines Esels, der Bücher trägt. Übel steht es um Leute, die Allahs Zeichen leugnen. Und Allah weist dem Volk der Frevler nicht den Weg.“

Genauso wie Allah diese Priester ermahnte und vor ihnen warnte sollten wir daher auch vor Personen wie Aischa und Abu Bakr warnen welche heute von vielen trotz ihrer Vergehen glorifiziert werden. Leider wollen uns aber manche Schiiten im Namen der „Einheit“ und des „Respekts“ daran hindern.

Allah selbst bestätigte den Unglauben von Aischa und Hafsa und ihre Verschwörung gegen den Propheten in der Sure 66, Vers 4: „Wenn ihr beide euch reuig Allah zuwendet, so sind eure Herzen bereits (dazu) geneigt. Doch wenn ihr euch gegenseitig gegen ihn unterstützt, wahrlich, dann ist Allah sein Helfer und Gabriel und die Rechtschaffenen unter den Gläubigen; und außerdem sind die Engel (seine) Helfer.“

Nur wenn wir die Geschichte studieren können wir mehr über Personen verstehen und vor ihnen schützen, insbesondere wenn ihr schlechtes Erbe für uns bis heute eine Belastung und Bedrohung ist.


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