Würde Imam Hussain (Friede sei mit ihm) wirklich wollen, daß wir uns für ihn bestrafen?!

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Wenn man mit den Anhängern Abu Bakrs spricht, fragen sie über unser Trauern für Imam Hussein (Friede sei mit ihm). Ich höre gerne die Vorträge des Scheich Yasser, also stelle ich mal die folgenden Fragen:

Warum trauern wir um Imam Hussain (Friede sei mit ihm) wenn wir glauben daß die anderen Imame auch den Märtyrertod fanden?

Würde Imam Hussain (Friede sei mit ihm) wirklich von uns wollen, daß wir uns selbst bestrafen?

Warum ist die Trauer um Imam Hussain (Friede sei mit ihm) wichtiger, als die Trauer um den Propheten (Friede sei mit ihm und seiner Familie)?

Die Angelegenheit rund um Azadari un Ashura verwirrt mich. Es besteht keine Eile bei der Beantwortung meiner Fragen.

Jazakallah Kheir.

Zahra Husayni


Im Namen Gottes, des aller höchsten. Alles Lob sei für Gott, möge der Frieden mit Mohammad und seiner aufrechten Familie sein, und der Fluch auf ihre Feinde.

The Office Answer:

AssalamuAlaikum,

A1. Wir gedenken und trauern nicht nur um Imam Hussain (Friede sei mit ihm), sondern trauern und gedenken ebenfalls allen anderen der 14 Unfehlbaren (Friede sei mit ihnen) und halten Trauerprogramme an ihren Todestagen.Der Grund jedoch, warum wir mehr Betonung auf der Trauer um Imam Hussain (Friede sei mit ihm) legen, ist weil unsere Unfehlbaren (Friede sei mit ihnen) selbst uns bestärkten dies zu tun.

Dem Erzählungen der aufrechten Imamen (Friede sei mit ihnen) nach, ist die Tragödie von Karbala der tragischste Vorfall des Islam und für die Ahlulbayt (Friede sei mit ihnen). Es wird berichtet, daß Imam al-Hassan al-Mujtaba (Friede sei mit ihm) sagte: „Es gibt keinen Tag wie deinen, O‘ Aba Abdullah“ (al-Amali by Saduq, p. 177). Es wird auch berichtet, daß Imam al-Sadiq (Friede sei mit ihm) sagte: „Es gibt keine Tragödie wie die unsere bei Karbala” (al-Hidayah al-Kubra by al-Khusaibi, p. 417), was bedeutet, daß der Tag des Imam Hussain (Friede sei mit ihm) der am tragischsten von allen Tagen der Familie des Propheten (Friede sei mit ihnen) ist.

Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm und seine aufrechten Familie) war der erste der einen Trauer Majlis fur imam Hussain (Friede sei mit ihm) hielt. Diese Tatsache wird auch in den Hadith Büchern der Anhängerschaft Abu Bakrs (sogennanten Ahlus Sunnah) berichtet:

Ammul Fadl bint al-Harith berichtet, daß sie Imam Hussain (Friede sei mit ihm) zum Propheten nahm und ihm auf seinem Schoß setzte. Der Blick des Propheten (Friede sei mit ihm und seiner aufrechten Familie) wandte sich von ihr ab, und aus beiden Augen floßen Tränen. Sie sagte: „Was ist mit Dir los, Gesandter Gottes?“ „Gabriel, Friede sei mit ihm, kam zu mir“ sagte er. „Er sagte, daß meine Gemeinschaft versuchen wird diesen meinen Sohn zu töten, und brachte mir Staub, der durch sein Blut gefärbt war.“ Dies wird berichtet von: al-Hakim al-Nisaburi in Al-Mustadrak alaa Al-Sahihain 176 / 3, al-Hafidh al-Bayhaqi in Dalael al-Nubouwa, al-Hafidh ibn Asakir in Tarikh al-Sham and al-Hafidh bin al-Khawarizmi 1/158–162). Daher folgen wir in unserer Trauer um Imam Hussain (Friede sei mit ihm) dem Beispiel des heiligen Propheten.



A2. Wir bestrafen uns selber nicht in irgendeiner Form wenn wir den Märtyrertod des Imam Hussain (Friede sei mit ihm) gedenken. Dies ist eine Fehlinterpretation der Essenz der al-Sha’aer al-Hussainiyah (Den Trauer Riten im Muharram). Wenn wir diese Trauerriten wie das Schlagen auf die Brust (bekannt als, al-Latm or Seeneh-Zani) oder das Verwunden des Kopfoberteils mit einem Schwert (bekannt als al-Tatbir, Qameh-Zani or Teegh-Zani) praktizieren, versuchen wir einen Teil der Schmerzen zu empfinden, die Imam Hussain (Friede sei mit ihm) empfand. In der Tat wurde es uns von den aufrechten Unfehlbaren empfohlen, diese Riten zu praktizieren.

Es wurde uns von den unfehlbaren Imamen empfohlen solche Riten auszuüben indem sie uns befahlen „Muwasat“ für Imam Hussain (Friede sei mit ihm) zu praktizieren, was ihm nachzuahmen und einen Teil seiner Schmerzen fühlen bedeutet. Gleichfalls hat Gott der Erhabene die Musawat der Hajar (Friede sei mit ihr) als eine der Riten der Hajj und Umrah gemacht. Alle Muslime wurden befohlen Sai zwischen Safa und Marwa zu praktizieren, um ein Teil der Schwierigkeiten der Hajar zu empfinden, als sie zwischen den zwei Hügeln (Safa und Marwa) sieben Male in der Suche nach Wasser für ihr Kind Ismail (Friede sei mit ihm) lief. Bestrafen wir uns wenn wir das Sai praktizieren?!

Aus diesem Grund schlagen wir auf unserer Brust und verwunden den Oberteil unseres Kopfes im Gedenken des Imam Hussain (Friede sei mit ihm). Wir versuchen einen Teil seiner Schmerzen zu empfinden, eine Tätigkeit welche unter den Hauptlehren unserer aufrechten Imame (Friede sei mit ihnen) ist. Es wird berichtet, daß Imam al-Sadiq (Friede sei mit ihm) einmal sagte: „Die Familie der Fatima (Friede sei mit ihr) riß ihre Kragen auf und sie schlugen sich auf die Wangen nach dem Verlust des Hussain, der Sohn des Ali (Friede sei mit ihm)....(Wasail al-Shia von Al-Hurr al-Amili Band 15, Seite 583).

Es ist ironisch zu sehen wie die Feinde der AhlulBayt die Trauerriten rund um Imam Hussain, dem Enkel des Propheten, (Friede sei mit ihnen beiden) attackieren, und diese Praktiken als Bidah (Hinzufügung) bezeichnen. Es wird auch in ihren Büchern berichtet, daß der Prophet (Friede sei mit ihm und seiner aufrechten Familie) Latm und auch Staub aufgrund des Märtyrertods seines Enkels auf seinem Kopf und Bart warf!


Salma berichtete: “Ich besuchte Umm Salamah und fand sie weinend. Ich fragte sie warum sie weinte und sie antwortete, daß sie den Propheten (in einem Traum) mit Staub auf seinem Kopf und Bart sah. Sie fragte ihm, was los sei, und er antwortete: „Ich war bei der Schlachtung des Imam Hussain anwesend“ (al-Tarikh al-Kabir von al-Bukhari Band. 3 Seite. 324, Sunan al-Tirmidhi Band. 5 Seite. 323, al-Mu’jam al-Kabir von al-Tabarani Band 23 Seite 373, Mustadrak al-Hakim Band 4 Seite 19)

Weiter sind die Feinde der AhlulBayt sich nicht bewußt, daß ihre Mutter Aischa selbst behauptet hat, auf ihr Gesicht nach dem Tod des Propheten (Friede sei mit ihm und seiner aufrechten Familie) geschlagen zu haben. Al-Thahabi berichtet, daß sie sagte: „Ich stand weinend auf, schlug mir auf die Brust und schlug mein Gesicht zusammen mit den anderen Frauen.“ (Tarikh al-Islam von al-Thahabi Band 1, Seite 154) Warum kritisieren die Feinde der AhlulBayt nicht ihre Mutter Aischa wegen dieser Bidah (Hinzufügung)?!

Die Trauerpraktiken um den Märtyrertod der Propheten und der Imame (Friede sei mit ihnen) durch zum Beispiel dem Schlagen auf die Brust sind erlaubte Tätigkeiten; Sie waschen die Sünden weg; stärken den Glauben und behalten einem dem Glauben nahe. Imam Redha (Friede sei mit ihm) sagte: „Jene die weinen sollten über Imam Hussain (Friede sei mit ihm) und seinesgleichen weinen, denn wahrlich, um seinetwegen zu weinen wäscht die Sünden fort“ (al-Amali von al-Saduq, Seite 190).

A3. Diese Frage wurde bereits in A1 bewantrotet.

12.Ramadhan1431
Das Büro des Scheich al-Habib in London


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